Micha Rohrbeck


Micha Rohrbeck hat ein Identitätenproblem, um nicht zu sagen ein multiples Musikerpersönlichkeitsproblem. Der mit allen Wassern der Musik gewaschene Rohrbeck will einfach nicht alt werden: Micha bleibt im Herzen 17 und für immer Punk, oder besser Rotzepopper. Allerdings ist er aber schon mindestens zweimal 17 und kann einfach zu viel. Der Mann hat ein Ohr für Melodien, ein Gespür für Sprache und einen Faible für die Beach Boys. Schon mit seiner Band „Lekker“ zeigte Rohrbeck, wie charmant er politisch unkorrekten Pop mit Punkattitüde verkaufen konnte. Das haben damals auch „Die Prinzen“ erkannt, für die Rohrbeck zusammen mit Lukas Hilbert die Hitsingle „Chronisch Pleite“ schrieb. Nach dem Bruch der Band ruhte sich Micha nicht auf seinen Hit-Millionen aus. Er schrieb eine Stadionhymne für „Eintracht Braunschweig“ und veröffentlichte ein Kinderliederalbum, bei dem es unter den kindgerechten Melodien und Texten allerdings tüchtig brodelte… Der Rotzepopper wollte heraus… Jetzt kann er es endlich wieder. Mit seiner neuen EP legt Rohrbeck die Messlatte hoch. Songs wie „Punkrockhimmel“, „König vom Jobcenter“ oder auch „Die Kampfmaschine aus der Ukraine“ strotzen nur so vor Jingle-Jangle-Pop unter den Fuzzgitarren. Nur sechs Titel sind auf „Rotzepop“, doch die bohren sich tief durch die Gehörgänge und verankern sich in den Synapsen. Das sind keine Ohrwürmer mehr – das sind Raketenohrwürmer! Die wird man so schnell nicht mehr los. Will man zum Glück auch gar nicht. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Rohrbeck ein ganzes Album dieser Machart vorlegt – dann kommt man aus dem ständig vor sich hersummen wahrscheinlich gar nicht mehr heraus…Micha ist Rohrbeck for good!

 

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