Mega! Mega!

Mega! Mega! stammen aus dem Saarland, einer Region bekannt für Bergbau, kuriose Ortsnamen und Annegeret Kramp-Karrenbauer.  Gegründet 2009 voll von jugendlichem Leichtsinn und überschäumenden Elan, fernab von der großen Welt des Entertainments begannen die Jungs ihre Version der großen Rockshow in die Tat umzusetzen.  Weil das Saarland dann aber vielleicht doch nicht der ideale Ort dafür ist, verschlug es die Band wenig später nach Berlin. 2013 erschien ihr Debutalbum, es trug den passenden Namen „Behalt die Nerven“. Passend deshalb, weil die Musik der vier Heißsporne stets alles gab – ein wilder Mix aus treibenden Indiebeats, aufgeregten Gitarren und doppelbödigen Texten,  die nicht um alles in der Welt gefallen wollten. Dieser bunte Blumenstrauß aus Aufmerksamkeitsdefizit, latenter Selbstüberschätzung und unbändiger Energie trieb Mega! Mega! danach in die Clubs der Republik, auf die Festivalbühnen und ins deutsche Fernsehen. So traten sie beim Bundesvision Songcontest an, spielten zu unchristlicher Stunde im Morgenmagazin, besuchten Late-Night-Papst Harald Schmidt, Kneipenmutti Ina Müller und Werbeikonen Joko und Klaas bei Circus Halligalli. TV, Radio und Livegeschäft – das alles bietet Stoff für unzählige Anekdoten, abgelaufene Sohlen und blutige Nasen – da muss man dann erst mal wieder zu sich kommen und tief Luft holen. Für ihr zweites Album ließen Mega! Mega! sich dann auch genügend Zeit. Antonino nahm eine 14-monatige Auszeit, um an neuen Songs zu schreiben und reiste durch die Welt.  Die Band half dem Freund und Produzenten Philipp Hoppen (u.a. Kraftklub, Deichkind, die Ärzte) mit wenig handwerklichem Geschick aber vorbildlichem Einsatz, beim Bau seines neuen Studios, wo auch ein Großteil des neuen Materials entstand und aufgenommen wurde. Außerdem fielen die vier der Gentrifizierung zum Opfer und mussten ihren Proberaum am Kreuzberger Maybachufer verlassen, um sich wenig später in einem Gebäude zu versammeln, das zur Hälfte Monteursunterkunft und zur anderen Hälfte Proberaumbunker ist. Aus dem handgeklöppelten Feinschmeckerespresso wurde bodenständiger Instantkaffee aus dem Münzautomaten im herrlich hässlichen Industriegebiet. Neue Einflüsse und völlig andere Lebensrealitäten prasseln auf die Jungs ein, es gibt mit Andreas Puyskens einen neuen Mann an den Trommeln -  Das alles führt dazu, dass sich auch die Musik verändert. Weniger Tempo, mehr Groove. Weniger diffuse Aggression, mehr subtile Verachtung. Weniger Pumpen, mehr Kardio. Das Leben ist ja auch viel mehr Marathon als Hundert-Meter-Lauf. Mega! Mega! haben das verstanden und sind mit ungebrochener Selbstsicherheit bereit, dieses neue Gefühl auf die Bühnen und die mobilen Endgeräte der Generation Wi-Fi zu bringen. Die Nase immer ein kleines Stück zu hoch und die Beine stets ein kleines bisschen zu weit auseinander. Mega! Mega! melden sich mit knackigen Melodien und leichtfüßigem Groove zurück. Der Track klingt gelassen und euphorisch zugleich. Doch am wichtigsten ist, er behandelt die großen Themen unserer Zeit: Freie Liebe, freies Wi-Fi und freien Zugang zum Pool. Na dann ist ja "L A"lles okay, oder!?

 

 

 

 

 

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