Keele

Keele – wer ist das? Keele klingen hanseatisch ohne Hamburger Schule zu reanimieren, schreiben facettenreiche Songs ohne ihr Profil zu verwischen und kluge Texte ohne altklug zu kommen, stellen wichtige Fragen ohne Antworten zu diktieren und haben das Ganze in ein fettes Album gepackt, das so gar nicht nach Debüt klingen will. Gut und dir bringt elf Songs, die das Getriebensein einer Generation einfangen. Menschen irgendwo zwischen späten Zwanzigern und frühen Dreißigern, die sich in einem permanenten Wettbewerb unter Druck fühlen („Nach dem langen Weg nach oben bist du schnell wieder gefallen.“ Uwe Hochmut), vor einem Überangebot kapitulieren, weil sie nicht (mehr) wissen, wo und wozu sie stehen können und wollen („Du nennst das Suche nach dir selbst, ich nenn das ‚Dankeschön, fuck you!‘“ Terminal) und in diesem andauernden Flirren einer digitalisierten Begegnungsebene immerzu an der Oberfläche dümpeln („Und es hat schon wieder Klick gemacht und auf dem Display ist unser Gesicht gemalt.“ Sektempfang).

 

 

 

Links:

 

www.keele.de

www.facebook.com/keeleband