Herr D.K.

Seit dem ersten Lebenszeichen des 25 jährigen Hamburgers Ende 2017, verbreitet sich der Name Herr D.K. rasant durch die deutsche Indie-Szene. Mittlerweile hat der chronisch grübelnde D.K. über 80.000 Streams auf Spotify auf seine im September erschienene, allererste EP, die von Kristian Kühl (Leoniden, Der Ringer) produziert wurde. Indie, Art-Pop, Folk-Rock - wen interessiert diese Beschreibung schon. Herr D.K.. schreibt vielschichtige, schlaue Songs, die die dunklen Facetten der ohnehin schwer zu findenden Menschlichkeit, beleuchten. "Ich muss aus unerfindlichen Gründen Songs schreiben, sonst werde ich irgendwann unzufrieden". Nach einigen Deutschlandweiten Konzerten, wird er im Sommer wieder mit seiner Band wieder ins Studio gehen - man darf sehr gespannt sein. Herr D.K. macht schon ein Leben lang Musik, spielte als Kind Saxophon und Klavier (beides mäßig), schrieb mit zwölf Jahren seinen ersten leidlichen Song auf Gitarre und wurde ab dann Schritt für Schritt besser. Interessante Songs zu schreiben und sie dann live zu spielen, ist das, was er immer wollte. "Ich muss aus irgendeinem unerfindlichen Grund Songs schreiben, sonst werde ich irgendwann unzufrieden", sagte er letztes Jahr dem Diffus-Magazin in einem Interview anlässlich seiner ersten EP, die er im September 2018 auf eigene Faust veröffentlicht hat. 5 Nun ist er 26 und im Frühjahr 2020 erscheint sein Debütalbum, das er mit seiner Live-Band und dem Produzenten Kristian Kühl (Leoniden, OK Kid, Der Ringer) aufgenommen hat, bei Tapete Records. Seine Musik ist melancholisch und bedacht – aber auch getrieben. Inspiration bezieht er von überall. Verglichen wurde sein Werk zuletzt mit Spaceman Spiff, Kante, The Cure, (frühen) Coldplay oder Nick Cave – interessanterweise hat er nie einen Vergleich mehrfach gehört. Was das über die Musik aussagt? Keine Ahnung. Finden wir es hörend heraus! Zum Beispiel mit „Eingekreist“, der ersten Vorabauskopplung aus seinem Debütalbum. „Eingekreist beschreibt diverse Momente, in denen es darum geht, sich vor einer Erkenntnis zu drücken und so das Unausweichliche zu verdrängen. Nur wenn man ‚dem jetzt auf den Geist‘ geht, ist morgen etwas da, das etwas verändern kann. Der Tag X, der im Kalender eingekreist ist, weil da irgendetwas wichtiges passiert“, sagt er dazu, und fügt an: „In meinen Songs geht es nie ausschließlich um eine Geschichte oder Situation, es wird auch immer reflektiert, womit sie zusammenhängt. Manchmal finde ich es auch spannend, einen Mechanismus oder einen Affekt als Geschichte zu erzählen: ‚Der Rat liegt da und wartet auf die Zeit‘, ist so eine Zeile. Offensichtlich eine Anlehnung an das Sprichwort: ‚Kommt Zeit, kommt Rat.‘ Ja, aber was, wenn nicht? Die Vermeidung, das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt führt oft zu nichts, nur zur Verschärfung der Situation.“ Was sich im bestmöglichen aller Sinne so privat wie politisch zugleich lesen lässt.

 

Links:

 

www.facebook.com/herrdk