Die Sterne

"Flucht in die Flucht" heißt das zehnte Studioalbum von Die Sterne, und man kann in jedem Fall sagen, dass es ihr psychedelischtes Werk geworden ist. Produziert von Olaf O.P.A.L. (u.a. The Notwist) oszillieren Frank Spilker und Konsorten in ihrer Klangwelt zwischen allen möglichen Spielarten von Beat, Rock, Soul und Pop, und schaffen Raum für Gedanken zwischen Realitäts-, Stadt- oder Landflucht. Dass Frank Spilker in "Ihr wollt mich töten" dann ausgerechnet mit Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten durch einen Ost-Western in sagen wir Mecklenburg vor Pommern reitet, stellt eine schöne Verbindung von Hamburg zur Hauptstadt mit dem neuen Popsenator her, in der DIE STERNE-Schlagzeuger Christoph Leich seit ein paar Jahren lebt. "Flucht in die Flucht" aber meint im Geiste der goldenen 60ies-Psychedelia durchaus auch die Reise nach innen: In den "Inner Space", um auch mal CAN zu zitieren. Das geschieht aber nicht als improvisierendes Kollektiv sondern als Song-schreibendes Narrativ: Als Band. So wie in "Drei Akkorde", in dem wenigstens für einen Refrain lang alles auf der Welt in Einklang miteinander zu sein scheint. Spätestens beim Feelgood-Song "Mein Sonnenschirm umspannt die Welt" stürmen dann alle zusammen auf die Tanzfläche und singen gemeinsam im Chor: "Wie soll man Euch Idioten das erklären? Ich bin was ich bin, ich bin es gern!" Die Sterne sind zurück. Was für ein Glück!

 

 

 

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