Der dumme August

Feinster Poppunk in deutscher Sprache. Gefunden hat sich die Band 2012 in Köln. Die Musiker toben sich schon lange in anderen Bands aus und haben es nicht mehr nötig, den harten Macker zu spielen. Wut auf den Staat und Bock auf Gewalt setzen wir eh voraus, von daher wenden wir uns den anderen uns bedeutsamen Dingen zu: Tristesse, poppigem Punk über Liebe, wie sie ist und wie sie sein könnte, Küssen, Scheitern. Der Tonfall ist dabei so lakonisch wie der musikalische Vortrag sonnig. Wir nehmen uns dabei nicht allzu wichtig. "Der dumme August" geht auf die Antike zurück, der Centunculus („hundert Fleck“) trieb auf römischen Märkten und öffentlichen Plätzen seine derben Späße. Er trat in einem bunten Kostüm auf, Hose und Jacke waren aus vielen Fetzen zusammengeflickt, seine komische Wirkung wurde dadurch gesteigert, dass er ohne Schuhe und ohne Haare auftrat. Er besaß damit schon jenen Kahlkopf, der zu einem Erkennungsmerkmal des heutigen als „inkompetent“ bezeichneten Clowns gehört, ebenso wie die überdimensionierten absatzlosen Schuhe, die seinen komischen Gang bewirken. Die Gestik, Mimik und Körperhaltung dieser Figur ist reduziert: Seine ganze Erscheinung kündigt ein Scheitern an". Der dumme August sagt: "Wir stimmen zu. Aber bunte Kostüme und Barfußlaufen sind blöd."

 

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