Cäthe

Bereits ihr Debüt glich einer Sternengeburt. Seit der Veröffentlichung des Albums Ich muss gar nichts (2011), das auf Anhieb in die Charts kam, hat sich CÄTHE als eine der lyrisch eigenwilligsten und gesanglich leidenschaftlichsten Sängerinnen in der deutschen Musikszene etabliert. Unter meiner Haut und Ding etwa waren explosiv aus dem Bauch heraus entstandene Songs, die CÄTHE als wahre Rock n Roll-Röhre auswies, während sie mit ihren zwischen pointierter Alltagspoesie und sprachverliebten Metaphern changierenden Texten nicht minder Publikum und Kritiker begeisterte. In der Folge wurde sie nicht nur bei Konzerten und TV-Auftritten gefeiert, sondern 2012 von der GEMA mit dem Autorenpreis in der Kategorie Rock und 2013 für ihre Songtexte mit dem Fred-Jay-Preis ausgezeichnet. Nun steht das dritte Studioalbum von CÄTHE an: Vagabund ist mehr als nur ein sehr persönliches Album, eine Herzensangelegenheit, die Mut zu intimen Momentaufnahmen beweist, aber auch genug Klugheit offenbart, die seelischen Innenansichten mit feiner Ironie zu unterfüttern. Der Aufnahmeprozess in dem berühmten Hamburger Hafenklang-Studio, begleitet von Stefan Gade (Niels Frevert) als Produzent, war nach dem ausdrücklichen Wunsch von CÄTHE ganz auf die Live-Möglichkeiten ihrer vierköpfigen Band zugeschnitten. So wirken die neuen Songs organischer, schlüssiger und ein wenig selbstverständlicher. Die neuen Lieder von CÄTHE lassen sich zurückführen auf ihre frühesten musikalischen Einflüsse, als sie in ihren Teenagerjahren die Musik der Woodstock-Ära für sich entdeckte. Mehr Singer-Songwriter-Preziosen, weniger Rockelemente, dafür mehr Schönklang in ihrer Stimme und geradlinigere, wohltemperierte Melodien. Das Gros der Songtexte speist sich aus phantasievollen Selbstreflexionen über die Möglichkeit und die Unmöglichkeit der Liebe, diesem Treibstoff alles Menschlichen, immer emotional und in ihrer musikalischen Umsetzung begnadet melodisch und souverän. Mit vielfältigen sprachlichen Mitteln schafft CÄTHE eindringliche Bilder, ungewöhnliche Aphorismen und setzt so ihre autobiographisch konnotierte Sinnsuche fort. Auf das Album Vagabund , das ihrer Prämisse folgt, dass man sich immer wieder neu erfinden sollte, darf man ebenso gespannt sein wie auf die kommenden Konzerte. CÄTHE, dieser rastlose Irrwisch voller Gefühle, setzt einmal mehr zum Sprung an.

 

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