Berlin Boom Orchestra

In Form des Neujahrskonzertes am 04.01.2019 im Berliner SO36, veröffentlicht das Berlin Boom Orchestra um Frontmann Filou Rouge mit „Leviathan“, wie angekünigt, heute ihre neuste Single aus dem anstehenden „Reggae Punks“ Album. In der offiziellen „Leviathan“ Singleinfo heißt es: "Es gibt Menschen, die austeilen, aber nicht einstecken wollen. Die keine Zocker sind, es sich aber herausnehmen. Die allen reinen Wein einzuschenken meinen, selbst aber nie davon trinken würden. Die bei anderen erzürnt Skandal schreien, eigentlich aber besser von sich selbst sprächen. Die glauben, belogen und betrogen zu werden und deshalb lieber gefühlte Wahrheiten verbreiten, über die man sich dann erst recht so richtig echauffieren kann, anstatt auszuhalten, dass die Welt eben eine schwierige Kiste ist. Die den Leviathan im Raum nicht sehen, aber ständig einen beschwören wollen." Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 steht die Band Berlin Boom Orchestra aus der Hauptstadt für Energie geladenen Reggae und Ska Sound mit Haltung. Auch mit der neuen Single beweisen sie dies auf sehr smarte Art und Weise. Ein toller Song um die Wartezeit bis zum Album Anfang März zu verkürzen! Wie das Plattencover schon verrät: Berlin Boom Orchestra paart Soundsystemkultur mit Selbstironie und einer punkigen Anti-Haltung. Da boxt man sich schon mal selbst auf die Nase. Oder fasst sich da nur wer an den Kopf, weil nix so ist, wie es sein könnte, aber alles, wie es muss und man auch noch den Soundtrack liefert? Wie das klingt: Berlin Boom Orchestra machen urbanen Reggae mit Texten auf Deutsch. Vor zehn Jahren im Nexus von dreckigen Hauptstadt-Clubs, Festivalbühnen, obskuren Firmenfeiern, Antifa-Demos und nach erschossenen Anarchisten benannten Untergrund-Läden musikalisch aus der Taufe gehoben, pflegt man einen charmant-rotzigen Ton. Die neunköpfige Band rund um Sänger & Rub-A-Dub MC Filou hängt das Fähnchen ganz und gar nicht in den Wind, lädt das Publikum aber trotzdem sowohl live, als auch auf der neuen Scheibe zum Einsteigen ein. Die Liebe für das jamaikanische Original quillt dem Sound zwar aus jeder Pore. Doch Filous Lyrics über die leichte Unerträglichkeit des Seins, die Hässlichkeiten vergangener und gegenwärtiger Gesellschaftsformen sowie die Schönheit des Moments verleihen dem Ganzen eine angenehm eigenständige und frische Note.

 

 

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