Bürger Lars Dietrich

Pünktlich 25 Jahre nach dem Mauerfall erscheint das neue Album von Bürger Lars Dietrich: „Dietrichs Demokratische Republik“. Inspiriert durch die erfolgreichen Lesungen seines Buches "Schlecht Englisch kann ich gut" hat sich Bürger Lars Dietrich mit diesem Album seiner unbeschwerten Kindheit in der DDR musikalisch-komödiantisch genähert. Populäre Hits aus der Ehemaligen hat er neu produziert, teils mit neuen Texten versehen. Entstanden ist fast nebenbei ein neues Genre – Swing-Rap mit Herz und Ironie – das beim Anhören permanent Lust auf Wiederholung macht. Die im Osten zum Kult avancierten Songs, u.a. "TV-Show", "Komm wir malen eine Sonne" oder auch "Der schönste Junge" hat er mit eigenen Texten "entstaubt" und in swingige Arrangements gepackt. Die original Unterstützung von Puhdys, Frank Schöbel und den Herzbuben- später die Prinzen war dem sympathischen Entertainer natürlich sicher. Ein weiterer musikalischer Leckerbissen ist auch sein Duett mit der Lütten (Angelika Mann) beim legendären Champuslied, wohltuend seine bescheiden-herzliche Version vom Lakomy-Hit "Heute bin ich allein", zu dem er selbst sagt: "Ich habe mich an diese Stimmvorlage fast nicht rangetraut, aber der Song ist so geil, den musste ich machen." Bei seinen neuen Titeln muss der ABV (Der Abschnittsbevollmächtigte war der „Freund und Helfer“ im Wohngebiet) dran glauben, wird an den Spielplatz im Ostneubaublock erinnert oder das Hohelied auf den Trabi getrommelt, „der uns mit 26 PS trotzdem überall hin brachte".
In "Meine DDR" rappt der Bürger, der da noch Lars hieß, über seine Zeit in der er Breakdance und Hip Hop für sich entdeckte:
"Das war ’ne Zeit, ’83 auf der East Side,
da machte sich der Hip Hop auch in unser’m Wohngebiet breit
Diesseits der Mauer, wo alles grau war
überkam mich ein warmer Schauer, als ich Hip Hop im TV sah."

Der Song steht zu guter Letzt symbolisch für den gesamten Longplayer. Es soll für die Leute, die die DDR nicht erlebt haben und sich nicht vorstellen können, wie sie war, eine kleine Geschichtsstunde sein und den Anderen ein Zuhause geben. Schließlich war doch nicht alles schlecht

 

 

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