Revolverheld

Wenn Revolverheld mit ihrem brandneuen Track „Abreißen“ dem Sound der 80er Jahre huldigen, dann klingt das auf geradezu paradoxe Weise frisch. Mit aufwallenden Synthesizern versprühen die Hamburger eine ordentliche Portion Powerpop . Man kann gar nicht anders, als sich dem Groove hinzugeben und durch die Wohnung zu tanzen. Zeilen wie „Ich muss mich abreißen, neubauen, kaputt machen, heut noch“ bleiben hängen. Schließlich weiß jeder, wie schwierig es ist, dem recht bequemen Alltagstrott zu trotzen. „,Abreißen' ist aus der Emotion heraus entstanden, aus der eigenen Komfortzone zu kommen“, sagt Sänger Johannes Strate. „Der Song handelt davon, sich selbst in die Kritik zu nehmen und den Antrieb zu haben, sich neu zu erfinden.“ Gewiss kann man die äußeren Umstände nicht ändern, das zieht einen schon mal runter. Revolverheld spielen auf das ewige Duell des Pessimisten mit dem Optimisten an, wenn Johannes Strate singt: „Fall immer tiefer in das schwarze Loch.“ Dennoch möchte die Band im Refrain „Den Himmel wieder blau malen...“ und hat erkannt: „Alles ist erlaubt, ich muss raus aus diesem Grau.“ Das ist weit mehr als ein Gedankenspiel, es ist eine Zeitgeistaufnahme, die perfekt in die Gegenwart passt. „Abreißen“ lebt vom gradlinigen, aber trotzdem poetischen Erzählen, von Authentizität und klugen Arrangements. Nicht ohne Grund lehnt sich die Musik an die Eighties an. Als Kinder dieser Zeit wuchsen alle vier Bandmitglieder mit der Popkultur dieser Dekade auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

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