Picobello

Nach der letzten Single »Mädchen aus der U-Bahn«, die es bis ins ORF Abendprogramm geschafft hat, erscheint »Ende vom Anfang«. Damit liefern die vier Wahl-Wiener einen gewagten Indie-Schunkler, bei dem 60ies-inspirierte Twang-Gitarren auf schmalzige Plastikstreicher, Casio-artige Oldschool-Beats auf munter dahin-terzelnde Panflöten und raffiniert gefilterte 90ies-Bass-licks auf hauchzart hingedrehtes Moog-Gefiepe trifft. Das passt doch alles nicht zusammen? Von wegen - Und wie! Der Song erzählt die Geschichte vom Kennenlernen. Man könnte vermuten in einer Diskothek. Doch bereits in der zweiten Strophe stellt sich die Frage, ob diese Zweisamkeit funktionieren kann. Spätestens im letzten Refrain wird klar, dass es sich vielleicht gar nicht um eine zwischenmenschliche Begegnung handelt, sondern um den Dialog mit einem Smart Living Objekt. Doch wo liegen die Grenzen der Gefühle zwischen Mensch und Maschine. Vermutlich waren sie noch nie so verschwommen wie 2020. Ist das der Anfang vom Ende oder das Ende vom Anfang? Vielleicht kennt ja Alexa die Antwort. Im Video geben sich die vier Wahlwiener, wie gewohnt schrullig und verschroben. Dabei wirken sie wie Anhänger einer Alexa-Sekte die ihre Göttin verehren. Absurde Bilder zeigen persiflieren die Hingabe des Menschen zur digitalen Welt.

 

 

 

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