Mine

Die Metapher vom "Elefant im Raum" bekommt mit Mines neuer Single endlich mal die funky Hymne, die sie verdient. Und ihre Augen strahlen, wenn sie über den Song spricht: "Den Track feiere ich voll. Den habe ich geschrieben und gleich gemerkt: Geil, der puncht. Die Idee kam mir, als ich mal nachmittags cheesy Privatfernsehprogramm geschaut habe und da im Hintergrund so schlechte Fahrstuhlmusik lief. Dieses leichte Tänzeln fand ich faszinierend und wollte damit was machen." Dass die Sängerin durchaus nicht zurückhaltend ist, wenn es darum geht, Themen anzusprechen, vor denen einige von uns lieber die Augen verschließen, hat sie nicht nur mit "Unfall" bewiesen. Im Januar erschien die Single und thematisierte auch im dazugehörigen Video schonungslos die Situation an den EU-Grenzen oder den Raubbau des globalen Marktes an der Umwelt. Mit diesem Brocken von Song kündigte die in Berlin lebende Künstlerin ihr neues Album "Hinüber" an. Dass nun mit der neuen Single "Elefant" ein Stück erscheint, das sich ausgerechnet um die unausgesprochenen Dinge dreht, zeigt vor allem dies: Dass Mine auch in zwischenmenschlichen Belangen die exzellente Beobachterin bleibt, als die sie etwa mit Fatoni das Beziehungsalbum "Alle Liebe nachträglich" produziert hatte. Auch hier sind es die unerträglichen Zustände, die, halb starr, halb leichtfertig hingenommen, am Ende nur ins Nichts führen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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