Komparse

Komparse - Der letzte seiner Art - Wenn es zum Letzten seiner Art kommt, ist schneller Handlungsbedarf von Nöten. So fühlte sich Bodo von Zitzewitz alias Komparse als er im Jahre 2019 anfing, dieses Album zu schreiben. Eben eine absolute Dringlichkeit, den aktuellen Zustand aus Frustration nach Trennung von seinen bisherigen Mitmusikern zu skizzieren, mit dem eigentlich eine Resignation und Kraftlosigkeit einherging – Zitzewitz sich aber dachte:„Wenn ich es nicht jetzt versuche ein Album im Alleingang zu machen, dann vielleicht nie.“ Und so erzählt er vom sich gestrandet fühlen, vom Heraustreten aus alten Mustern, vom Neuanfang, kombiniert Melancholie mit Lebensenergie, beschreibt Begegnungen und Menschen und benutzt einmal mehr seine Art, Dinge und Details mit einem Augenzwinkern zu betrachten und daraus Geschichten entstehen zu lassen. Das erzählte Bild ist sicherlich um einiges größer und bunter als auf den bisherigen Komparse Alben und EPs. Man merkt wie sich die Sprache findet, fließt und die Songs an einem roten Strang entlang zusammenfinden. Musikalisch ist das Ganze mit wunderbar stimmigen Arrangements aus Gitarren, Cello und Horn untermalt, die Songs schaffen es musikalisch und textlich der besonders bei deutschen Vertretern lauernden Pathos-Gefahr hervorragend zu entkommen und mit einer erstaunlichen Leichtigkeit daherzukommen. Und am Ende hat man mitgefiebert mit allen Charakteren der Songs und natürlich mit dem Letzten seiner Art, der seinen Weg aus der Isolation schafft und gegen den Rat aller, mit Rotz an der Nase und Dreck im Gesicht hervortritt und weitermacht und immer weiter… und immer weiter… Chapeau!

 

 

 

 

 

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