Illegale Farben

Sehnsuchtsorte und blühende Landschaften, wahrgewordene Träume und Hoffnungen, Selbstverwirklichung und Achtsamkeit. “Sieh es ein, Du bist verloren” teilt uns die neue Single von Illegale Farben direkt zum Eingang mit. Das kann ja heiter werden. In einem Referenzgewitter auf der Ton- und Textebene geht es um den wichtigsten Menschen in deinem Leben: Um Dich! Und gleichzeitig um die Erkenntnis, dass sich eben nicht alles um “Dich” dreht, weil sich jeder zuerst um “Sich” dreht. Solidarität und Gemeinschaft scheint heutzutage noch ein wenig mehr Utopie zu sein als man sich erhoffte. “Alles dreht sich nicht um dich”. Die Band aus Köln betreibt eine Nabelschau und ist sich dabei völlig bewusst, dass das egoman und selbstreferenziell ist. “Alle drehen sich nur um sich” und so auch Illegale Farben. Wie geht man um mit sich und der Welt, wenn alle nur um sich drehen? Wie bei jeder Therapie: erster Schritt Selbsterkenntnis “Ich kann das schon sagen denn auch ich, dreh mich seit Tagen nur um mich”.  Dass gleichzeitig die namensgebende Stadt nicht gerade als Synonym für einen Sehnsuchtsort und selbstbezogene Egomanie, sondern eher für ein “woanders ist auch scheiße” steht, setzt einen liebevollen Kontrapunkt zu dem Song. Bei allem “Ich”-Bezug darf aber nicht vergessen werden, dass es anderen gerade nicht so gut geht. Lasst uns also gemeinsam drehen, dabei jedoch nicht den falschen Leuten das Feld überlassen, die mit einfachen Antworten profitieren wollen vom allgemeinen Kreisen um sich selbst, die Pandemie und die Zukunft.

 

 

 

 

 

1

 

 

 

 

Links:

 

www.illegalefarbenmusik.de

www.facebook.com/illegalefarben