Herr D.K.

„Nur weil etwas direkt ist, ist es nicht automatisch gut“, sagt Henning von Hertel. Der 26-Jährige braucht die kontemplative Schleife, um Erlebnisse und Gefühle zu verarbeiten. In seinem Projekt Herr D.K. versucht er mit seiner Musik, die zwischen Folkrock und Indiepop changiert, hinter die Strukturen zu blicken. Wo befindet man sich, und wie wird mit einem umgegangen? Wie sieht man die anderen? Und wie sieht man sich? Fragen, die von Hertel beim Songwriting durch den Kopf schwirren. Sie lassen seine deutschsprachigen Stücke zwischen Einsicht und Draufsicht oszillieren und inspirieren dazu, die eigene, limitierte Perspektive zu hinterfragen. Seitdem ihm mit zwölf der erste Song passiert ist, hilft ihm die Gitarre dabei. Vor drei Jahren begab sich der Hamburger mit seinem Solo-Projekt Herr D.K. aus der Deckung. Im Herbst 2018 wurde die EP „Zwischen Uns“ in Eigenregie veröffentlicht. Im Frühjahr 2020 folgt nun das Album „Beleuchtet den Hintergrund“ bei Tapete Records. Die Single „Gelogen“ ist ein schwermütiger, aber zugleich aufrüttelnder Song. Pirouettendrehende Gitarren, verwaschene Synth-Flächen und eine treibende Rhythmusgruppe schaffen einen Refrain wie man ihn nicht jeden Tag erdenkt. Passend dazu singt Herr D.K. über die Situationen, in denen es einem den Boden unter den Füßen wegzieht und Nostalgie sich auch nur als trügerisches Trostpflaster entpuppt. „Der Song handelt von der Spannung zwischen Momenten, die zu Erinnerungen werden und Erinnerungen, die den Moment beeinflussen.“, sagt Herr D.K.: „Beides haben wir kaum in der Hand .Das Video haben meine Freunde von der Lichtspielfarm produziert, die Momentan mit ihrem Debüt-Kurzfilm "Boje" weltweit auf Filmfestivals laufen. Für die Szenen im Anzug hab ich mir gut einen abgefroren. Dass man das nicht sieht, ist ausschließlich meinen Schauspielerischen Glanzeistung zu verdanken. ;) Die nauncierten Gefühle zwischen Euphorie und Schwermütigkeit haben sie toll eingefangen, wie ich finde. Diese Stimmung ist essenziell für das Album.

 

 

 

 

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