Dissy

Rhetorische Frage: Wie unversöhnlich darf man ein Album abschließen? Rhetorische Antwort: Gute Kunst darf wehtun, auch im letzten Song, gerade, wenn die Hörerschaft eigentlich auf ein HappyEnd gehofft hat. Statt einem Endlich-Angekommen-Es-War-Ein-Langer-Weg-Danke-Für-Alles-Ihr-Seid-Die-Besten-Wir-Sehen-Uns-Auf-Tour-Track lässt DISSY sein »bugtape« in einem aufreibenden Song gipfeln, der die Geschichte einer gescheiterten Liebesbeziehung gnadenlos beklemmend auserzählt. »lauf!« birgt progressive Potenziale, weil es gewissermaßen zum Restart aufruft, zum Bruch mit und zum Ausbruch aus toxischen Romanzen. »lauf!« will triggern und laut gehört werden. Der kolossale, bass-basierte Beat stammt von Lai Raw und Kilian Lamothe, der wortgewaltige, stellenweise brutale zweite Part von niemand geringerem als Luvre47. »lauf!« ist» Look back in Anger«, ist »Trenn dich« in unironisch, ist »Keine Liebe« in persönlich. LAUF!

 

 

 

 

 

 

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