AB Syndrom

Am 3. Juni erscheint mit der Single „Tut mir gut Tut mir leid“ der Titelsong von AB Syndroms kommenden Album. Der zweite Song des Konzeptalbums über menschliche Nähe behandelt die Enge die dabei entsteht, wenn diese einem Partner zu viel wird, und die diesbezüglichen Übersprungshandlungen, sich wieder zu befreien. In „Tut mir gut Tut mir leid“ haben AB Syndrom dabei keine Angst auch bezüglich der weniger vorzeigbaren Seiten im eigenen Verhalten blank zu ziehen und Raum für die Erkenntnis zu geben: das Toxische ist man manchmal selbst. Nach einem Jahr 2019 am Anschlag liegen wie hinter der gesamten Branche zwei rückgezogene Jahre der Band. Erst Live Konzert bei Radio Eins, mit Mine auf Tour durch Deutschland, Schweiz und Österreich und mit dem gemeinsamen Song bei Böhmermann, Konzerte in Vietnam, Hongkong und Manila, dann Album Release im Lockdown, Tourverschiebung, -verschiebung, -absage, Streaming-Konzerte unter anderem bei DLF Nova und CO Pop, ein Mal mutterseelenallein aus einem riesigen ehemaligen Heizkraftwerk, immer aus der Ferne. Dieser fremdbestimmte Rückzug ins Innere hat Spuren hinterlassen: nach dem großen Ganzen steht jetzt das elementare Kleine im Vordergrund: die Nähe zweier Menschen. Seit 2017 machen AB Syndrom mit ihrem Vocal-Chop-Hit „Flaggschiff“ von sich reden, fahren von Anfang an komplett DIY und polarisieren. Das heißt von der gesamten Musikproduktion, über Artwork bis hin zu den Musikvideos wird alles konsequent in Eigenregie produziert und auf dem selbstgegründeten Indie-Label veröffentlicht. Und diese Konsequenz ist hör- und spürbar. Ungewohnte elektronische Sounds und vertrackte Beats bilden die Grundlage für die darin verwobene Poesie. Bennets extrem persönliche und autobiografische Texte bieten tiefen Einblick ins Seelenleben. Durch auffällige Stimmverfremdung und lyrische Abstraktion erhalten die Songs trotz aller Subjektivität Freiraum zum Finden eigener Bezüge. Der Fokus auf das Persönliche prägt auch die Live Shows von AB Syndrom. Auf der Bühne steht nur Antons, mit Pads versehenes Drumset und ein Keyboard, mit denen das Duo den elektronischen Sound des Albums für die Bühne adaptiert. Dabei wird alles im Moment erzeugt: Keine Backing-Tracks, keine leblose Show zum vorgefertigten Tape.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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